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Veranstaltungen

60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
Gedenkveranstaltung im Deutschen Theater Berlin
Zum Auftakt des Internationalen Gedenkens aus Anlass des 60. Jahrestages
der Befreiung von Auschwitz luden am 25. Januar 2005 im Deutschen Theater
Berlin die ehemaligen Häftlinge des Lagers Auschwitz im Internationalen
Auschwitz Komitee zu einer Gedenkveranstaltung ein: "Ehemalige Häftlinge
erinnern junge Menschen aus Polen, Deutschland und den Niederlanden
berichten.
Es redeten:
- Noach Flug, Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees
(zur Rede ...)
- Bundeskanzler Gerhard Schöder (zur
Rede ...)
- Kurt Julius Goldstein, Ehrenpräsident des IAK (zur
Rede ...)
- Dr. Israel Singer, Vorsitzender Jüdischer Weltkongress (zur
Rede - in engl. Sprache ...)
- Petra Rosenberg, Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg
(zur Rede ...)
- Artur Brozowski, polnischer Jugendlicher, aufgewachsen und zu Hause
in Oswiecim/Auschwitz (zur Rede
...)
- Svetlana Biller, Auszubildende der Volkswagen Coaching aus Wolfsburg
(zur Rede ...)

Ausstellung bei den Vereinten Nationen
Hätte die Welt die Warnung gehört....
Am 18. Januar 2005 wurde im Gebäude der Vereinten Nationen in New
York die vom Internationalen Auschwitz Komitee gestaltete Ausstellung"
Danach ist es ein Teil von dir..." eröffnet: Jugendliche aus
Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich,
Polen, Südafrika und den USA berichten über ihre Eindrücke
während ihrer Aufenthalte in der Gedenkstätte Auschwitz und
im Gespräch mit Zeitzeugen. Das Konzept der Ausstellung hatten Carry
van Lakerveld und Christoph Heubner mit dem niederländischen Künstler
Antoon Versteegde entwickelt.
Vor der Eröffnung empfing UN-Generalsekretär Kofi Annan gemeinsam
mit seiner Frau die Delegation des Internationalen Auschwitz Komitees
(IAK), zu der ehemalige Häftlinge aus Polen, Deutschland und den
USA und Jugendliche aus Frankreich, Deutschland und Polen gehörten.
Roman Kent, Vizepräsident des IAK aus New York und ehemaliger Häftling
des Lagers Auschwitz , betonte im Gespräch mit Kofi Annan: "Toleranz
kann man nicht voraussetzen, sie muss vermittelt werden. Wir müssen
unseren Kindern und Enkeln zu Hause und in den Schulen Toleranz und Zivilcourage
vermitteln. Deshalb haben wir diese Ausstellung vorbereitet und deshalb
sind wir glücklich, sie gerade bei den Vereinten Nationen zeigen
zu dürfen."
Michael Lange, Auszubildender der Volkswagen Coaching aus Wolfsburg, war
beeindruckt vom Interesse des Generalsekretärs: "Wir haben ihm
stellvertretend für alle Jugendlichen, die Auschwitz besuchen, gesagt,
daß die Zeit dort eine Erfahrung ist, die man nicht vergisst und
die die eigene Einstellung prägt. Was man mitnimmt, ist für
das ganze Leben wichtig und ein Auftrag für die Zukunft." Kazimierz
Albin, ehemaliger Häftling des Lagers Auschwitz aus dem ersten Transport,
überreichte dem Generalsekretär einen Band seiner Lebenserinnerungen
und Leszek Szuster, Direktor der Internationalen Jugendbegegnungsstätte
in Oswiecim/Auschwitz, berichtete über die Arbeit der IJBS.
Die Eröffnung der Ausstellung bildete den Auftakt zu den Feierlichkeiten
der UN anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz,
die am 24. Januar in New York stattfanden. Kofi Annan
wies nochmals darauf hin, dass die Gründung der Vereinten Nationen
eine direkte Antwort auf den Holocaust gewesen sei. Und Elie Wiesel, ehemaliger
Häftling und Friedensnobelpreisträger erinnerte daran, dass,
"hätte die Welt die Mahnung von Auschwitz gehört, Darfur,
Kambodscha, Bosnien und natürlich Ruanda" hätten verhindert
werden müssen.
Christoph Heubner
aus: Gegen Vergessen 44/ 2005
Generalversammlung und "Begegnung der Generationen" des Internationalen
Auschwitz Komitees in Oswiecim
Im Juni 2002 beging das Internationale Auschwitz Komitee sein fünfzigjähriges
Bestehen mit einer „Begegnung der Generationen” in Oswiecim.
Angesichts des alarmierenden Anwachsens von Antisemitismus und Rechtsextremismus
in vielen europäischen Gesellschaften suchten 35 Überlebend
ein der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz
das Gespräch mit 150 jungen Menschen aus Deutschland und Polen. Unter
dem Motto Zeigen, wo wir gewesen sind führten Überlebende
aus Belgien, Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen und Tschechien
Gruppen von Jugendlichen durch Auschwitz und Birkenau. Die meisten der
polnischen Jugendlichen hatten bisher kaum die Gelegenheit jüdische
Überlebende kennen zu lernen oder gar mit ihnen zu sprechen: Ihre
Berichte im ehemaligenLager erzählt hinterliessen bei
den Jugendlichen einen tiefen Eindruck.

Fragt uns wir sind die letzten
Die zentralen Themen der nachfolgenden Diskussionen waren: „Fragt
uns wir sind die letzten”, „Wie werden unsere Erfahrungen
weitergetragen, wenn es keine Überlebenden mehr gibt?” „Verschwindet
oder verstärkt sich das Interesse an den Geschehnissen des Zweiten
Weltkrieges besonders im Blick auf Auschwitz in den europäischen
Staaten?” Die Jugendlichen ihrerseits berichteten über Projekte,
Ausstellungen und Workshops, die sie in ihren Heimatorten zum Thema Auschwitz-Birkenau
durchgeführt hatten.

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