vlak_ foto
 
rechts_Naastmenuvlak

plakat iak 1948

Menschenrechte – europaweite Plakataktion des Internationalen Auschwitz Komitees


„Wo beginnen die Menschenrechte? An den kleinen Plätzen, nahe dem eigenen Heim, so nahe und so klein, dass diese Plätze auf keiner Karte der Welt gefunden werden können. Und doch sind diese Plätze die Welt des Einzelnen: Die Nachbarschaft, in der er lebt, die Schule oder die Universität, die er besucht, die Fabrik, der Bauernhof oder das Büro, in dem er arbeitet. Das sind die Plätze, wo jeder Mann, jede Frau und jedes Kind gleiche Rechte, gleiche Chancen und gleiche Würde ohne Diskriminierung sucht. Solange diese Rechte dort keine Geltung haben, sind sie auch woanders nicht von Bedeutung. Wenn die betroffenen Bürger nicht selbst aktiv werden, um diese Rechte in ihrem persönlichen Umfeld zu schützen, werden wir vergeblich nach Fortschritten in der weiteren Welt suchen.“
Eleanor Roosevelt

Am 10.12.1948 um drei Uhr nachts verkündete Eleanor Roosevelt als Vorsitzende der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Paris die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“.

Es war eine Konsequenz der Welt nach Auschwitz und dem Holocaust, die Vereinten Nationen neu zu begründen und die Menschenrechte erneut ins Bewusstsein der Welt zu schreiben. In der Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte findet sich zu dieser Vorgeschichte der Satz: „… da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen …“.

Im 60. Jahr nach der Befreiung von Auschwitz, am 1. November 2005, folgte ein weiterer Schritt der Vereinten Nationen – als Reaktion auf Intoleranz und weltweit wachsenden Rassismus und Antisemitismus: Sie beschlossen die Einführung des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz.

Seit 2006 besteht eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Internationalen Auschwitz Komitee und den Vereinten Nationen, die auch 2008 mit einer Ausstellung des IAK bei den UN und der Teilnahme von jungen VW-Auszubildenden an der Gedenkstunde zum 27. Januar im Palais des Nations in Genf weiter intensiviert wurde.

Die UN hat neben der Einführung des Holocaust-Gedenktages auch das Bildungsprogramm „Rememberance und Beyond“ ins Leben gerufen, das alle Staaten auffordert, die Aufklärung über die NS-Verbrechen zu verstärken. Dies geschieht aus der Erkenntnis heraus, dass der Zustand der Welt nicht besser geworden ist - gerade wenn es um Rassismus und Verfolgung geht: 42 Millionen Menschen waren im letzten Jahr auf der Flucht, vor Krieg, Verfolgung und der Verletzung ihrer Menschenrechte, so viele wie nie zuvor.

Mit seinem Plakat erinnert das IAK an den 60. Jahrestag der Verkündung der Menschenrechte und auch an die vielen Menschen, die auf dieser Erde auf die Einlösung der Menschenrechte warten.

zurück zur Übersicht

 

vlak_foto_onder
Stauffenbergstrasse 13/14, 10785 Berlin, Germany
Impressum