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Russische Studierende zu Gast in Oswiecim

Vor der politischen Wende in Europa war die Zahl der russischen Besucher in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau beträchtlich. Heute hat sich diese Zahl erheblich verringert: Nur etwa 2.700 Russen besuchten laut Statistik des Staatlichen Museums 2007 die Gedenkstätte. Umso wichtiger ist daher das Engagement russischer Studierender der Woronescher Hochschulen, die Ende November 2008 zu einem 9tägigem Studienseminar in Oswiecim zu Gast waren.

Die Geschichts-, Deutsch-, Jura- und Journalistikstudenten waren die dritte Studiengruppe, die mit dem Woronescher Regionalzentrum für mündliche Geschichte die Gedenkstätte Auschwitz besuchte. "Der biographische Bericht einer Woronescher Auschwitz- und Ravensbrück-Überlebenden gab im Jahr 2005 den entscheidenden Impuls für diese Initiative", sagte Dr. Natalja Petrovna Timofeeva, Historikerin und Leiterin des Regionalzentrums. Die dann auf Einladung des IAK und der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim begonnene Zusammenarbeit entwickelt sich auf vertraglicher Basis mit dem Museum Auschwitz und der Oswiecimer Fachhochschule. Deren Russisch-Studenten gaben in diesem Jahr nicht nur privates Quartier, sondern haben ihre Gäste auch durch das Seminarprogramm begleitet. Die Berliner Historikerin Dr. Susanne Willems, die die Gruppe betreute, konstatierte erfreut, dass die jungen Menschen aus Woronesch und Oswiecim – gegen den Trend der diplomatischen Beziehungen – vorbehaltlos die Begegnung suchten.

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