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Statement vom 26.1.2009 Pierre Gouffault: "Das Vermächtnis, das wir heute übergeben ist auch das Vermächtnis des europäischen Widerstandes."
"In Deutschland zunächst und dann in allen europäischen Staaten, in denen die Nationalsozialisten die Bevölkerung unterdrückte, gab es nicht nur Kollaboration – diese leider in erschreckendem Ausmass, sondern es gab auch Tausende von Menschen, die die Herrschaft der Nationalsozialisten zu stürzen versuchten. Dafür wurden sie verhaftet, von Gestapo und Polizei gefoltert und durch die Inspektion der Konzentrationsanlagern in Sachsenhausen und in den mehr als 1000 verschiedenen Lagern eingesperrt; viele von ihnen wurden auch ermordet. Ich wurde zusammen mit meinem Zwillingsbruder und meiner Mutter 1942 verhaftet und kam Ende Januar 1943 nach Sachsenhausen, wo ich bis zur Befreiung auf dem Todesmarsch Anfang Mai 1945 eingesperrt wurde. In den vergangenen Jahren sind die Gedenkstätten in Brandenburg, vor allem Sachsenhausen und Ravensbrück, in grossem Umfang saniert und neu gestaltet worden. Auch wenn noch viel zu tun bleibt, so sind wir der BRD, vor allem der Brandenburgischen Stiftung dafür dankbar, zumal wir, die ehemaligen Häftlinge, darüber mitentscheiden konnten. Wir wollen, dass auch in der Zukunft über diese internationalen Orte nicht nur deutsche Politiker sondern Menschen aus allen Ländern Europas mitbestimmen. Zum Schluss möchte ich Ihnen meine grosse Sorge mitteilen: auch in der Zukunft darf es an allen Orten zweifacher Vergangenheit keine Vermischung der historischen Phasen geben. Ursachen und Wirkungen müssen klar benannt und die Unterschiede deutlich gemacht werden, auch wenn wir anerkennen, dass nach 1945 neues Leid und neues Unrecht geschehen ist. Wir werden aber nie akzeptieren, dass diese Phasen der Darstellung der Geschichte vor und nach dem Ende des zweiten Weltkrieges miteinander vermischt werden." |
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