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Presseerklärung vom 5. Februar 2009 "Menschliche Zuwendung den Opfern gegenüber"Die Überlebenden des Holocaust im Internationalen Auschwitz Komitee danken Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre klaren Worte zur Auseinandersetzung um den Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson. Wir empfinden ihre eindeutige Stellungnahme auch als menschliche Zuwendung den Opfern gegenüber. Sie hat für uns darüber hinaus von deutschem Boden aus – und von einer deutschen Bundeskanzlerin ausgesprochen – einen hohen symbolischen Wert. Dennoch sind die Empörung und das Entsetzen über diese Äußerungen nicht auf Deutschland beschränkt. Schon jetzt ist der angerichtete Schaden nicht zu begreifen: Weltweit haben Antisemiten und Rechtsextreme die Worte des Bischofs als zusätzliche Inspiration für ihren Hass gegenüber anderen Menschen und ihre aggressive Verachtung der Demokratie wahrgenommen. Wir – die Überlebenden der Lager – haben den Besuch von Papst Benedikt in Auschwitz im Mai 2006 mit großer Anerkennung und Hoffnung begleitet. Ausdruck dieser Anerkennung war die Geste unseres Freundes und Kameraden Henryk Mandelbaum, einer der wenigen jüdischen Überlebenden des Sonderkommandos, der Papst Benedikt bei der Begrüßung im Stammlager Auschwitz im Angesicht der Todeswand am Block 11 spontan umarmte. Jetzt hoffen wir erneut: Die begonnene klare Distanzierung durch Worte muss durch Handeln verdeutlicht werden. Für einen bekennenden Holocaust-Leugner darf kein Platz am Tisch der katholischen Kirche sein. Bei Rückfragen: Christoph Heubner, Vizepräsident des IAK, 0172 / 393 22 62 |
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