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Skulptur "B"
Alle Fotos dieser Seite: © Bernd Steuer, Ines Doberanzke

 

15. Januar 2010

65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz: „Gabe der Erinnerung“

Eine Nachricht, die um die Welt ging: Der Diebstahl des Schildes über dem Eingangstor im Stammlager Auschwitz: „Arbeit macht frei“. Wie man heute vermutet, geht der Diebstahl auf die Order eines rechtsextremen Nazisammlers in Großbritannien zurück, der über Kontakte in die Naziszene in Schweden die „Bestellung“ in Richtung Polen in Auftrag gab.

Das Schild – eine Lüge, wie alle Häftlinge wussten und tagtäglich am eigenen Leib neu erfuhren. Was die meisten jedoch nicht wussten, war, dass das Schild eine subversive Botschaft enthielt: Der Überlebende Tadeusz Szymanski berichtete von einem Gespräch, das er einige Jahre nach der Befreiung mit einem anderen Überlebenden, der in der Lagerschlosserei arbeiten musste, unter dem Tor geführt hatte, und der ihn darauf hinwies, dass er und seine Kameraden, als sie dies Schild auf Befehl der SS zusammenschweißen mussten, das „B“ im Wort „Arbeit“ bewusst auf den Kopf gestellt eingesetzt hatten: Eine Demonstration der Selbstachtung und der Selbstbehauptung in einer Umgebung, in der jegliche Menschenrechte außer Kraft gesetzt waren.

Um an die Bedeutung des Ortes Auschwitz, an die Opfer und an die Ursachen zu erinnern, aber auch um die Fähigkeit der Erinnerung zu würdigen, die nur dem Menschen gegeben ist, stiftet das Internationale Auschwitz Komitee im Jahre 2010, 65 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, die „Gabe der Erinnerung“ in der Form des im Lagertor von Auschwitz umgedrehten „B’s“ im Wort „Arbeit“: to B remembered.

Die Idee zu der Skulptur stammt von der Französin Michèle Déodat, die der Arbeit des Internationalen Auschwitz Komitees seit langem verbunden ist: Die Skulptur wurde von dem Berliner Künstler Lutz Brandt gestaltet. Gefertigt werden die Skulpturen von Auszubildenden der Volkswagen AG in Hannover: Seit zwanzig Jahren engagieren sich die Auszubildenden der Volkswagen Coaching gemeinsam mit polnischen Schülerinnen und Schülern bei der Erhaltung der Gedenkstätte Auschwitz und in den Gesprächen mit Überlebenden des Lagers.

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Herstellung "B"
VW-Auszubildende bei der Herstellung des "B".

Herstellung "B" 02
IAK-Vizepräsident Christoph Heubner gemeinsam mit den Auszubildenden Marvin Ochmann und Nils Kempert.

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