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Kofi Annan begrüßt Julius Goldstein, Ehrenpräsident des IAK
© UN photo library


27.01.2006
61. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
1. Internationaler Holocaust-Gedenktag


Überlebende der Nazi-Vernichtungslager, unter ihnen Roman Kent, der Vizepräsident des IAK in New York, begingen mit Repräsentanten der Vereinten Nationen in New York den 1. Internationalen Holocaust-Gedenktag. "Sich zu erinnern, ist eine notwendige Zurückweisung gegenüber all jenen, die den Holocaust leugnen oder behaupten, er werde übertrieben", sagte Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, in einer Video-Botschaft, die während der Veranstaltung bei den Vereinten Nationen ausgestrahlt wurde. "Wir müssen noch größere Anstrengungen unternehmen, um Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern", drängte der Generalsekretär.
Obwohl er an der Zeremonie in New York nicht teilnehmen konnte, begingen Mr. Annan und seine Frau Nane den Gedenktag in Zürich, wo sie mit Auschwitz-Überlebenden und jungen Menschen aus dem Internationalen Auschwitz Komitee zusammentrafen. Nane Annan ist die Nichte des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der während des zweiten Weltkrieges tausende von ungarischen Juden vor der Verfolgung durch die Nazis rettete.
Der Generalsekretär betonte: "Ich bin sehr froh, an diesem Tag mit Repräsentanten des Internationalen Auschwitz Komitees zusammen zu sein, das sich in so vielfältiger Weise engagiert, um die Erinnerung an den Holocaust lebendig zu erhalten." Nach dem Gespräch mit den Auschwitz-Überlebenden bezog sich Kofi Annan im Gespräch mit Reportern auf den verstorbenen Onkel seiner Frau: "Warum gab es so wenige Wallenbergs, wo waren die anderen?" "Wir alle tragen Verantwortung, den Schutz der Gesellschaft und jedes Einzelnen sicherzustellen", sagte er.
Mr. Annan betonte erneut, dass der Holocaust weder vergessen noch geleugnet werden dürfe und warnte angesichts des offen auftretenden Hasses vor Selbstzufriedenheit: "Es gibt Fanatiker, die leugnen, dass der Holocaust überhaupt stattgefunden hat und dem muss entgegengetreten werden."
Der Generalsekretär warnte: "Wir erleben den alltäglichen Rassismus, die Erniedrigung "des anderen". Es beginnt immer mit Erniedrigung und Diskriminierung, der "andere" wird ausgegrenzt und bevor man es realisiert hat, hat diese Ausgrenzung ein unvorstellbares Ausmaß angenommen."
Für das Internationale Auschwitz Komitee betonte Raphael Esrail, Vizepräsident des IAK und Generalsekretär der Union Des Déportés D'Auschwitz in Paris: "Zur Zeit herrscht in Europa nicht nur Antisemitismus, sondern auch Fremdenfeindlichkeit. Das wirkliche Problem ist: Man darf niemals die Menschen erniedrigen. Erniedrigung ist das Schlimmste, was man einem Menschen antun kann. Das wollen wir jungen Menschen mitteilen: Seid neugierig, denkt nach, bildet Euch Eure eigene Meinung, lernt aus unserer Geschichte."


Roman Kent, Vizepräsident des IAK bei der Gedenkveranstaltung der Vereinten Nation in New York
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UN-Generalsekretär Kofi Annan und seine Frau Nane treffen anläßlich des 1. Internationalen Holocaust-Gedenktages Mitglieder des IAK in Zürich
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