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per Fax: 02238/808442 Berlin, 06-03-14 Sehr geehrter Herr Bürgermeister, mit Erleichterung nehmen wir zur Kenntnis, dass die städtischen
Gremien die Aktion des spanischen Künstlers Santiago Sierra
in der ehemaligen Pulheimer Synagoge vorerst abgebrochen haben. Die
Aktion des Künstlers selbst ist geschmacklos und wird von den Überlebenden
der Konzentrationslager, die sahen, wie tausende ihrer Familienangehörigen
- ohne Gasmasken, ohne Feuerwehrbegleitung und ohne Wiederkehr– in die Gaskammern in Auschwitz und andernorts getrieben wurden, als brutal
und mitleidlos empfunden. Gestatten Sie uns, sehr geehrter Herr Bürgermeister, eine Frage, die vielleicht unsere Empfindungen angesichts dieser überdrehten und egozentrischen Inszenierung erläutern kann: Wie hätten Sie und die städtischen Gremien reagiert, wenn Herr Sierra angefragt hätte, Gas aus 6 PKW’s in den Ratssaal des Rathauses der Stadt Pulheim zu leiten, um so daran zu erinnern, dass in deutschen Rathäusern Ausgrenzung, Verfolgung und der Abtransport der ansässigen deutsch-jüdischen Familien in die Vernichtungslager organisiert wurde? Mit freundlichen Grüßen Christoph Heubner
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