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aus: Financial Times Deutschland vom 7.11.05 Holocaust-Leugner Zündel vor GerichtWegen Verdachts der Volksverhetzung muss sich der von Kanada nach Deutschland abgeschobene Rechtsextremist Ernst Zündel vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Ihm wird auch Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zur Last gelegt.Nach Auffassung der Anklage hat er im Internet und mit der Verbreitung
einschlägiger Publikationen den im Nationalsozialismus begangenen
Völkermord an den Juden systematisch geleugnet und verharmlost. Ferner
habe er mit antisemitischer Hetze zum Hass gegen die jüdische Bevölkerung
aufgestachelt. Für jede im Internet verbreitete Äußerung,
die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt, ist das deutsche
Strafrecht anwendbar. Prozess ab DienstagIn den USA wurde er am 5. Februar 2003 in Pigeon Forge wegen Verstoßes
gegen die amerikanischen Einwanderungsbestimmungen verhaftet und am
19. Februar 2003 nach Kanada abgeschoben, wo er bis zu seiner Abschiebung
nach Deutschland in Untersuchungshaft saß. Der Rechtsextremist
war bereits bei einem Aufenthalt 1991 in Deutschland festgenommen worden.
Er erhielt damals wegen volksverhetzender Agitation einen Strafbefehl über
12.600 Mark.
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