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Pressemitteilung vom 21. Juni 2011

Gedenken an russische Kriegsgefangene

"In diesen Tagen des Gedenkens an den 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion gelten die Erinnerungen der Auschwitz-Überlebenden im Internationalen Auschwitz Komitee besonders den russischen Kriegsgefangenen, die in Auschwitz und in Birkenau gedemütigt und ermordet wurden. Und viele von jenen russischen Kriegsgefangenen, die überlebten und in ihre Heimat zurückkehren konnten, wurden dort als Verräter geächtet und verschwanden in Straflagern", betonte Christoph Heubner, exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees in Berlin.

Noach Flug, Auschwitz-Überlebender und Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees fügte in Jerusalem hinzu: "Dieser Krieg war eine furchtbare Erfahrung für die Welt: 55 Millionen Menschen wurden getötet. Heute gedenken wir der russischen Kriegsgefangenen. Die russischen Kriegsgefangenen waren durch die Wehrmacht und durch die SS außerhalb jedes menschlichen Empfindens und jedes international gültigen Rechtssystems gestellt: Man hungerte sie zu Tode, sie wurden entsetzlich gequält und an ihnen testete man in Auschwitz erstmals das Gas Zyklon B – für den nachfolgenden Massenmord an den Juden Europas, dem 6 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die einzige uns realistisch erscheinende Hoffnung auf Befreiung und Überleben war in Auschwitz für uns immer mit der Annäherung der Roten Armee verbunden: Jeder Kriegsgefangene, den wir in Auschwitz leiden und sterben sahen, steht vor unseren Augen als jemand, der auch für unser Überleben und unsere Zeugenschaft gestorben ist."

Für Rückfragen:

Christoph Heubner
Exekutiv-Vizepräsident
Internationales Auschwitz Komitee
0172/3932262

 

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