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06.12.2016

Bundesregierung unterstützt Gedenkorte: Förderanträge entschieden

 
 

 

 

 

Die Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat heute über die diesjährigen Förderanträge nach der Gedenkstättenkonzeption des Bundes entschieden. Folgende Einrichtungen und ihre Vorhaben werden seitens der Bundesregierung unterstützt:

  • Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz: Neue Dauerausstellung mit einem „Design für Alle“ (Bundesanteil: 988.000 Euro)
  • Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht in Osnabrück: Dauerausstellung zur Gestapostelle Osnabrück und des damit verbundenen Arbeitserziehungslagers (Bundesanteil: 564.000 Euro)
  • KZ-Gedenkstätte Ravensbrück: Herrichtung des südlichen Lagerareals (Bundesanteil: 350.000 Euro)
  • Anne-Frank-Zentrum Berlin: Neue Dauerausstellung (Bundesanteil: 269.000 Euro)
  • Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten: Wanderausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen (Bundesanteil: 77.000 Euro).
  • Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn: Dauerausstellung im Außenbereich und Besucherleitsystem (Bundesanteil: 340.000 Euro)


Die Finanzierung der Projekte setzt sich aus einem Landes- und dem bis zu 50 Prozent des Gesamtvolumens umfassenden Bundesanteil zusammen.

Staatsministerin Monika Grütters erklärt dazu:

„Wenn Lern- und Erinnerungsorte dazu beitragen, dass wir alle – auch junge Deutsche, auch Deutsche mit ausländischen Wurzeln, auch Einwanderer – darin ein erschreckendes, mögliches Spiegelbild sehen, dann ist eine Menge erreicht. Denn wer das Vergangene als das wieder Mögliche erkennt, der sieht auch die Gegenwart mit anderen Augen – der schaut nicht weg, wo Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung heute an die Anfänge eines Weges erinnern, der damals in Krieg und Vernichtung geführt hat. Umso wichtiger sind gerade heute die Zeugnisse und die authentischen Gedenkorte aus dieser Zeit, um deren Erhalt sich Bund und Länder in Deutschland gemeinsam kümmern.“