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18.03.2014

Präsidiumssitzung des IAK vom 4. bis 6.3.2014 in Berlin

 
 
Roman Kent verleiht das "B" an Stuart E. Eizenstat © Caroline Fayette

Roman Kent verleiht das "B" an Stuart E. Eizenstat © Caroline Fayette

Verleihung des "B": Christoph Heubner, Roman Kent, Stuart E. Eizenstat © Caroline Fayette

Verleihung des "B": Christoph Heubner, Roman Kent, Stuart E. Eizenstat © Caroline Fayette

 

 

 

Vom 4. bis zum 6. März trat in Berlin das Präsidium des Internationalen Auschwitz Komitess unter Vorsitz seines Präsidenten Roman Kent (New York) zu einer Sitzung zusammen.

Roman Kent und Prof. Felix Kolmer (Prag) berichteten zur sozialen Situation der Überlebenden und entsprechenden Verhandlungen mit der deutschen Regierung. Eine wesentliche Rolle nahm auch die aktuelle Situation der Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ein: In einem Gespräch mit Staatssekretär Stephan Steinlein im Außenministerium betonten die Überlebenden sowohl die Erwartungen an die Bundesregierung, sich verstärkt bei der Erhaltung der Gedenkstätte in Auschwitz als auch der Gedenkstätte Sobibor zu engagieren. Marian Turski (Warschau) stellte Staatssekretär Steinlein auch die in Frankreich von Überlebenden erarbeiteten Vorschläge zur zukünftigen Gestaltung der Gedenkstätte in Birkenau vor.

Henri Goldberg (Brüssel) berichtete über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit des IAK mit dem Europäischen Parlament und den Europäischen Institutionen. Noah Klieger (Tel Aviv) betonte darüber hinaus das große Interesse der Überlebenden an der immer noch ausstehenden juristischen Aufarbeitung der Verbrechen in Auschwitz und der Verfolgung der SS-Täter: "Auch wenn sie in hohem Alter stehen, muss der Rechtsstaat sie erreichen und sie für ihre Taten zu Verantwortung ziehen." 


Abschließend diskutierten die Mitglieder des Präsidiums die im Jahr 2015 anstehenden Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz: "Wir werden die internationalen Gedenkfeierlichkeiten mit einer Veranstaltung in Berlin eröffnen. Es ist uns sehr wichtig, dass dies gerade in Berlin geschieht: Hier wurde unser Schicksal und das unserer Familien beschlossen, hier wollen wir zu der Welt sprechen", betonte Präsident Roman Kent.

Zu Beginn des Treffens des Präsidiums hatten die Gäste an der Aufführung des "Defiant Requiem" im Berliner Konzerthaus teilgenommen. 


Vor der Aufführung ehrte Präsident Kent den amerikanischen Botschafter Stuart E. Eizenstat für sein langjähriges Engagement für die Überlebenden mit der Statue "B" des Internationalen Auschwitz Komitees, der "Gabe der Erinnerung". Er betonte: "Dieses ‚B’ war auch Signal des Trotzes und des Widerstandes, es bleibt ein Signal aus Auschwitz." Kazimierz Albin (Warschau) überreichte die englische Ausgabe seiner Erinnerungen an die Häftlingsjahre in Auschwitz, die er als Häftling 118  des 1. Transportes überlebt hat.