IAK :: Erinnern an gestern, Verantwortung für morgen

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Nyamata Memorial Site, skulls. Nyamata, Rwanda | © Fanny Schertzer

Nyamata Memorial Site, skulls. Nyamata, Rwanda | © Fanny Schertzer

20 Jahre nach Ruanda: Auschwitz-Überlebende gedenken der Opfer

1994 ermordeten Angehörige der Hutu-Mehrheit vor den Augen der Welt im afrikanischen Ruanda auf grauenvolle Weise fast eine Million Menschen, überwiegend Angehörige der Tutsi. Viele der Opfer wurden sogar in Gotteshäusern getötet. Zwei Millionen Tutsi konnten sich ins benachbarte Ausland retten. Die Massaker gelten als einer der größte Genozide der jüngeren Geschichte nach Auschwitz.

Hierzu betont Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees: „Jeden Abend lieferte das Fernsehen die Bilder der Massaker in die Wohnzimmer der Welt, die weiterhin schwieg und ebenso untätig blieb wie in Auschwitz.

Auch deshalb empfinden die Überlebenden von Auschwitz tiefes Mitgefühl und Solidarität mit den Opfern und Überlebenden in Ruanda. Am meisten aber schmerzt sie das erneute elementare Versagen der Welt. Bis heute bleibt dieses Versagen eine klaffende Wunde der Vereinten Nationen und der Geschichte der Menschheit."