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Antisemitismus in Ungarn: "Demokraten in Ungarn warten darauf, dass Europas Politiker und Europas Bürger sie nicht allein lassen."

Antisemitische Ausfälle und Übergriffe mehren sich in Ungarn auf dramatische Weise: Gestern wurde der 90-jährige ehemalige ungarische Oberrabbiner Prof. Jozsef Schweitzer in Budapest auf offener Straße attackiert und antisemitisch beschimpft.

Erst vor wenigen Tagen war ein Holocaust- Mahnmal am Ufer der Donau in Budapest beschmiert und ein Denkmal für Raoul Wallenberg, den schwedischen Diplomaten und Retter jüdischer Menschen, mit Schweinefüßen beschmutzt worden.

Während eines Aufenthaltes in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau betonte hierzu Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees: "Nicht nur die Auschwitz-Überlebenden in Budapest haben Angst vor dem hochgeschwemmten Antisemitismus, der durch die ungarische Gesellschaft zieht und die jüdische Gemeinschaft in Ungarn bedroht. Die Demokraten in Ungarn haben sich auf die offenen Augen Europas verlassen. Sie warten darauf, dass Europas Politiker und Europas Bürger sie in dieser Situation nicht allein lassen."