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Auschwitz-Überlebende zu den Ermittlungen gegen KZ-Aufseher

Das Internationale Auschwitz Komitee begrüßt ausdrücklich die Nachricht, wonach die Staatsanwaltschaft gegen 30 ehemalige Aufseher im Konzentrationslager Auschwitz endlich ermitteln wird.

Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, betonte während einer Tagung in Oświęcim/Auschwitz:

"Es wirft ein erschreckendes Licht auf die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen, wie lange die Täter in der Gesellschaft verschwinden und unbehelligt von den Ermittlungsbehörden und der Justiz leben konnten. Für alle Überlebenden und für alle Angehörigen der Opfer in den Konzentrationslagern ist es bis heute ein unerträglicher Gedanke, dass Helfer und Handlanger der nationalsozialistischen Morde ungestraft davonkommen können.
Die Auschwitz-Überlebenden in vielen Ländern werden sehr genau und mit großer Spannung verfolgen, ob die nun zuständigen Staatsanwaltschaften die Ermittlungen mit der gebotenen Eile und Sensibilität durchführen werden, um wenigstens eine späte Gerechtigkeit vorzubereiten. Alle in Deutschland Beteiligten sind den Überlebenden gegenüber in der Pflicht.“