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„Gabe der Erinnerung“ für Justizminister Heiko Maas

Bundesjustizminister Heiko Maas wird mit der „Gabe der Erinnerung“ des Internationalen Auschwitz Komitees geehrt. Die Überlebenden im Internationalen Auschwitz Komitee zeichnen damit Persönlichkeiten aus, die in besonderem Maße politisch und intellektuell für ein friedliches und respektvolles Miteinander in demokratischer Ordnung eintreten. Die Auszeichnung ist damit auch Ermutigung für Menschen, die sich in besonderer Weise gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus engagieren und für Menschenrechte einsetzen.
 
Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:

„Minister Maas hat in den vergangenen Monaten in politisch herausgehobenen Situationen konsequent und überzeugend die Demokratie repräsentiert, verteidigt und gestaltet und so besonders bei jungen Menschen für sie geworben. Seine klare Haltung und sein pädagogisch-politisches Engagement haben die Überlebenden sehr beeindruckt. Deswegen soll er diese Auszeichnung gerade in diesen Tagen der Herausforderungen für die Demokratie erhalten.“

Die „Gabe der Erinnerung“ ist eine von der französischen Künstlerin Michèle Déodat angeregte Skulptur. Sie ist dem umgedrehten „B“ im Schriftzug über dem Eingang zum Vernichtungslager Auschwitz nachempfunden. Häftlinge mussten damals den zynischen Satz „ARBEIT MACHT FREI“ über dem Lager anbringen. Sie hatten ihren Protest gezeigt, indem sie das „B“ – von den Nazis unbemerkt – auf den Kopf stellten.

Zu den Empfängern der „Gabe der Erinnerung“ zählen unter anderem Papst Franziskus, UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Verleihung der „Gabe der Erinnerung“ an Bundesminister Heiko Maas findet

  • am Donnerstag, 19. November 2015,
  • um 11:30 Uhr
  • im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Mohrenstr. 37, 10117 Berlin statt.

An der Verleihungszeremonie werden sowohl der polnisch-jüdische Auschwitz-Überlebende Marian Turski als auch deutsche und polnische Auszubildende der Volkswagen AG teilnehmen, die im Oktober 14 Tage bei Erhaltungsarbeiten in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau engagiert waren.