IAK :: Erinnern an gestern, Verantwortung für morgen

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30.10.2014

„Genagelt ist meine Zunge an eine Sprache, die mich verflucht“

 
 
Signet Lagergemeinschaft Auschwitz

Signet Lagergemeinschaft Auschwitz

 

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141030_Hilda_Stern_Cohen.pdf
 

 

Lilli Schwethelm (theater mimikri) liest Lyrik und Prosa aus dem Werk von Hilda Stern Cohen

Mit Gitarrenmusik von und mit Georg Crostewitz

  • Donnerstag, 30. Oktober, 19.30 Uhr
  • THEATER ALTE MÜHLE, Lohstraße 13 in 61118 Bad Vilbel
  • Der Eintritt ist frei

Hilda Stern, geboren 1924 in Nieder-Ohmen im Vogelsberg und dort aufgewachsen, war 21 Jahre alt, als sie das Ghetto Lodz, das KZ Auschwitz und den Todesmarsch überlebt hatte. In einem Camp für Displaced Persons (DP) in Österreich wartete sie auf ihre Auswanderung in die USA. In dieser Zeit entstanden die meisten ihrer Texte und Gedichte, die die Erfahrungen der vergangenen Jahre spiegeln – die Ausgrenzung, den Hunger, den Tod; zugleich sind sie Erfahrungen mit einer Sprache, die Hilda Stern liebte – und die zur Sprache von Mördern geworden war.

Werner Cohen, der mit Hilda Stern fast 50 Jahre verheiratet war, fand die Texte nach dem Tod seiner Frau in ihrem Nachlass. William Gilcher, Mitarbeiter des Goethe Instituts in Washington, sandte sie im Sommer 2001 an die Arbeitsstelle für Holocaust-Literatur der Universität Gießen, die sie gemeinsam mit der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich als Buch herausgegeben hat.

Eine Veranstaltung der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer in Zusammenarbeit mit dem Bad Vilbeler Verein für Geschichte und Heimatpflege und dem Fachbereich Kultur der Stadt Bad Vilbel im Begleitprogramm zur Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933 – 1945“, die vom 15. September bis 30. November im Kurhaus bei freiem Eintritt zu sehen ist (geöffnet: Di. – Fr.: 17 – 19 Uhr; Sa.: 11 – 16 Uhr; So.: 12 – 17 Uhr).