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01.12.2017

Große Auschwitz-Ausstellung in Madrid eröffnet: Auschwitz Überlebende danken der Gedenkstätte Auschwitz. Ausstellung im Vorfeld schon im Netz mit antisemitischem Hass und Pöbeleien überzogen.

 
 
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Seit heute ist in Madrid eine große Auschwitz-Ausstellung öffentlich zugänglich. Zahlreiche Exponate aus der Gedenkstätte Auschwitz haben der Niederländische Historiker Jan van Pelt und die Direktion der Staatlichen polnischen Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zusammengestellt.

Seit 1986 ist dies die erste große Auschwitz-Ausstellung außerhalb des authentischen Geländes des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau: Jetzt tragen die in Auschwitz ausgewählten Exponate die Erinnerungen der Überlebenden in eine Welt, in der die Leugnung des Holocaust und antisemitischer Hass immer massiver auftreten. Schon im Vorfeld war auch diese Ausstellung im Netz massiven antisemitischen Pöbeleien und rechtsextremistischen Beschimpfungen ausgesetzt. Nach Madrid wird die Ausstellung auch deshalb durch zahlreiche europäische Metropolen wandern.

Hierzu betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des IAK:

"Auschwitz-Überlebende in aller Welt sind außerordentlich dankbar für das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und diese Ausstellung. Sie hat mitnichten nur einen historischen Wert. Sie ist vor allem ein Beitrag zur aktuellen Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit in Europa. Gerade diese Ausstellung wird ein Seismograph dafür sein, wie sich - entlang der Geschehnisse von Auschwitz und den heutigen Einstellungen hierzu - immer noch die aktuelle Gefährdung Europas durch antisemitischen Furor und rechtsextreme Hasseinstellungen ablesen lässt. So kann die Ausstellung als große Chance besonders jungen Menschen die Botschaft der Auschwitz-Überlebenden vermitteln, dass Antisemitismus, Rassenhass und Diskriminierung in Europa nie mehr Gesellschaften bestimmen dürfen."