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21.06.2017

„Hildegard Hamm-Brücher Förderpreis für Demokratie lernen und erfahren 2017“ an Esther Bejarano verliehen

 
 
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„Man muss sich klar sein, dass es wieder so weit kommen kann, wenn man nicht dagegen ankämpft.“  Esther Bejarano  in der Wiener Zeitung vom 24. November 2016

Der „Hildegard Hamm-Brücher Förderpreis für Demokratie lernen und erfahren“ steht in diesem Jahr unter dem Thema „Für Demokratie – gegen Rechtsaußen!“. Am 21. Juni wurde er in der Evangelischen Akademie in Hofgeismar an die Sängerin und Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano verliehen. Außerdem wurden zwei Schulprojekte ausgezeichnet: Das Projekt „Auf der Suche nach dem Leben – Kinder in Auschwitz“ des Gymnasiums Bergschule Apolda (Thüringen) sowie der „Stadthistorische Bildungstag“ des Schulzentrums Carl-von-Ossietzky aus Bremerhaven (Bremen).

Die Auslober des Preises erklärten: „Esther Bejarano tritt aktiv und engagiert gegen Rechtsradikalismus und Neonazismus ein. Ihr Engagement bekommt einen besondere Kraft durch die von ihr bezeugte Erfahrung des menschenvernichtenden Terrors des NS-Regimes, wobei sie dem Tod in Auschwitz als Mitglied des Lagerorchester nur knapp entgehen konnte. Wir wollen mit diesem Preis die Lebensleistung, aber auch die bis heute aktuellen öffentlichen Aktivitäten von Esther Bejarano in Schulen und bei Jugendlichen – zusammen mit ihrer Rapgruppe ‚Microphone Mafia‘ – herausheben und anerkennen. Wir wissen, dass wir in Frau Bejarano nicht nur eine Zeitzeugin und Generationsgenossin unserer jüngst verstorbenen Preisstifterin Hildegard Hamm-Brücher ehren, sondern einen Menschen, der diese Zeitzeugenschaft gegenüber Jugendlichen und Schüler_Innen von heute nicht belehrend, sondern in Anerkennung von deren eigenen Ausdrucks- und Kulturformen vermittelt. Frau Bejarano setzt trotz ihrer Auschwitz-Erfahrung nicht auf Anklage, sondern auf Lebensmut und Zuversicht, aber auch auf den Appell an die demokratische Verantwortung gegenwärtiger und zukünftiger Generationen für eine offene Gesellschaft ohne Diskriminierung und rechte Gewalt.“