IAK :: Erinnern an gestern, Verantwortung für morgen

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Die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz

A house to live. A Place to learn.

Die Idee einer Internationalen Jugendbegegnungsstätte gerade an diesem historischen Ort wurde im Rahmen einer Initiative der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste unter anderem von Volker von Törne, Franz von Hammerstein, Hans-Richard Nevermann und Christoph Heubner ins Leben gerufen. Ihr Mentor war der polnische Auschwitz-Überlebende Tadeusz Szymanski, der als Kustos der Gedenkstätte in Oswiecim lebte. 1977 schon kaufte Willy Brandt bei einem evangelischen Kirchentag den ersten symbolischen Baustein für das Gebäude. In der damaligen politisch getrennten Welt schien das Projekt eine Utopie, die an den kalten Fakten des politischen Alltags scheitern musste.

Die Realisierung des vorgeschlagenen Projektes und die Zusammenarbeit mit der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste wurden so durch polnische Stellen auch über Jahre verzögert und schließlich durch Partei- und Regierungsbeschluss im damaligen staatssozialistischen Polen dem Verband der ehemaligen polnischen Widerstandskämpfer (Zbowid) und dem staatlichen Jugendreisebüro Juventur übertragen. Diese vorgegebene Zusammenarbeit - vor allem mit dem umstrittenen und in Phasen seiner Nachkriegsgeschichte antisemitisch agierenden Verband Zbowid - hat der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste damals viel Kritik eingetragen.

1985 kam es im Zuge der Projektierung zu einem neuen baulichen Entwurf des süddeutschen Architekten Helmut Morlok, der eng mit dem polnischen Architekten und Auschwitz-Überlebenden Alfred Przybilski verbunden war. 1986 schließlich konnte der erste Bauabschnitt des Gebäudes seiner Bestimmung übergeben werden. Zahlreiche evangelische Kirchengemeinden in Deutschland, private Spender und staatliche Institutionen des Bundes und der Länder in Deutschland sowie die Volkswagen AG hatten gemeinsam die finanziellen Kosten getragen.

Heute – nach einem zweiten Bauabschnitt, der 1996 fertig gestellt wurde - bietet das Haus einhundert Personen Platz. Das Haus bietet auch organisatorische und inhaltliche Hilfen bei der Vorbereitung und Durchführung von Besuchen der Gedenkstätte und bei Seminaren zur Thematik. Es kann – nach Anmeldung – sowohl von Gruppen als auch von Individualgästen besucht werden.

Heute ist das Haus ein Ort der deutsch-polnischen und der internationalen Begegnung. So wie es im Slogan des Hauses ausgedrückt wird. A house to live. A Place to learn.

Kontakt zur Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oswiecim


Adresse:

ul. Legionów 11, 
32-600 Oświęcim 

Telefon:
+48 33 843 21 07
+48 33 843 12 11 

Internet:
http://www.mdsm.pl/de/