IAK :: Erinnern an gestern, Verantwortung für morgen

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Wichtige Reden

 
IAK-Präsident Roman Kent © Boris Buchholz

27.1.2015: Roman Kent

Taten! Taten sind genauso existenziell wie Gedanken.

Roman Kent, der Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees und Auschwitz-Überlebender, erklärte in seiner Rede beim offiziellen Festakt des polnischen Staates zum 70. Jahrestags der befreiung von Auschwitz: "Denn wenn Sie, Staatsoberhäupter der Welt, sich erinnern und auch andere ermutigen, sich zu erinnern, werden der Holocaust und andere Gräueltaten wie Darfur, Biafra, der Kosovo sowie die Angriffe jetzt in Paris, keinen Platz auf dieser Erde haben. Sich zu erinnern ist jedoch nicht genug. Taten! Taten sind genauso existenziell wie Gedanken."  Mehr lesen

Kazimierz Albin, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees © Boris Buchholz

27.1.2015: Kazimierz Albin

From the very first day, there is an ongoing struggle for preserving human dignity

Kazimierz Albin, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, berichtete am 27. Januar 2015 vor Staatsgästen und Überlebenden von seiner Ankunft in Auschwitz als einer der ersten Gefangenen. Er sagte: "The madness of the Übermenschen – overpeople is opposed by the stronger individuals. From the very first day, there is an ongoing struggle for biological survival, for delivering as many lives as possible from death, for preserving human dignity." Seine Rede auf Englisch: Mehr lesen 

 
Angela Merkel © Boris Buchholz / IAK

26.1.2015: Bundeskanzlerin Angela Merkel

Verbrechen an der Menschheit verjähren nicht.

Angela Merkel: "Aus Erinnerung erwächst also ein Auftrag. Und so lautet die Botschaft des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus: Vergangenes wird nicht vergessen. Auschwitz fordert uns täglich heraus, unser Miteinander nach Maßstäben der Menschlichkeit zu gestalten. Auschwitz geht uns alle an – heute und morgen, nicht nur an Gedenktagen." Mehr lesen 

Eva Fahidi © Boris Buchholz / IAK

26.1.2015: Eva Fahidi

Im Namen fast aller Zeitzeugen kann ich sagen: Heute hassen wir niemanden mehr!

"Wen haben unsere Toten beauftragt, zu verzeihen? Unsere Toten kommen nicht zurück, ob wir uns versöhnen oder nicht. In unseren Herzen dominiert der Schmerz, auch nach 70 Jahren. Uns selbst ist der Tod schon nahe und wir können immer noch den unwürdigen Tod unserer Vorgänger nicht vergessen. Die unnatürliche und unmenschliche Weise, wie es geschah." Mehr lesen

 
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Auschwitz-Birkenau © Bernd Oertwig / Internationales Auschwitz Komitee

18.11.2013: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, Auschwitz-Birkenau

"We must do more, far more, to promote equality and fundamental freedoms"

"Yet nothing can truly prepare one for this epicentre of evil, where systematic murder unique in human history reached its atrocious climax. I stare at the piles of glasses, hair, shoes, prayer shawls and dolls, and try to imagine the individual Jews and others to whom they belonged. I shudder at the cruelty of those who designed this death factory. "  Mehr lesen 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (© Deutscher Bundestag)

26.1.2010: Bundeskanzlerin Angela Merkel

Überlebende – Zeugen der Wahrheit, Mahner und Versöhner

"Projekte wie das des Internationalen Auschwitz Komitees und der Volkswagen AG sind im Grunde so etwas wie ein Versprechen an die Opfer: Wir werden euch niemals vergessen. Die Botschaft "Nie wieder!" muss sich nicht nur in die Köpfe einschreiben, sondern muss auch in den Herzen der Menschen leben. Ich glaube, dass bei den Auszubildenden, die heute hier sind, das geschehen ist. Es ist Ihnen nicht nur eine Sache des Verstands, sondern auch eine Sache des Herzens."   Mehr lesen 

 
Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz

5.9.2012: Grußwort von Martin Schulz, Präsident EU-Parlament

"Ich fühle mich verantwortlich dafür, dass niemals vergessen wird."

"Mit der europäischen Einigung ist es uns gelungen, die Dämonen der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zu bannen. Wir haben dem Hass, der Intoleranz und der Gewalt der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Europa Vergebung, Solidarität und Frieden entgegengesetzt. Doch die Dämonen existieren noch immer. "  Mehr lesen 

Bundespräsident Joachim Gauck

5.9.2012: Grußwort von Bundespräsident Joachim Gauck

"Ich sage für mein Land: Ja, wir werden sprechen."

"Der Verlust der Zeugen ist schwer zu ertragen – das spüren wir nicht nur durch den Tod von Noach Flug.Wir verneigen uns vor ihm und allen, die durch von Deutschen verübte Verbrechen leiden mussten. Und wir bringen unsere Entschlossenheit zum Ausdruck: Wir werden nicht aufhören, mitzuleiden, mitzufühlen, zu trauern; nicht aufhören, an der Seite des Staates Israel zu stehen; nicht aufhören auch, in Deutschland und Europa wachsam und entschlossen zu sein."  Mehr lesen 

 
Bundespräsident Christian Wulff © Boris Buchholz

6.9.2011: Bundespräsident Christian Wulff

Gedenken an Noach Flug

"Deutschland verliert in Noach Flug einen großartigen Freund und ein echtes Vorbild an Menschlichkeit. Seine Botschaften waren Wahrhaftigkeit, Verständigung und Versöhnung. Noach Flug bleibt beispielgebend dafür, dass die Erinnerung an die Schoah Grundlage und fester Bestandteil unserer gemeinsamen Zukunft ist. Sein Lebenswerk und seine menschliche Größe bedeuten für uns Auftrag und Verpflichtung. Wir werden seinen Weg weiter gehen. Danke Noach Flug."   Mehr lesen 

Petra Pau zu Gast beim IAK

23.6.2011: Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags

Damit kein Gras über die Geschichte wächst

"Wenn das stimmt -- viel spricht dafür -- dann verbietet sich aus meiner Sicht alles medien- und politische Theater um die Frage: Welche Partei hat die meisten Antisemiten in ihren Reihen? Wer aus der deutschen Geschichte nur irgendwas gelernt hat, sollte wissen: Hitler kam nicht an die Macht, weil die NSDAP so stark war, sondern weil die Demokratinnen und Demokraten zu schwach waren. Millionen Jüdinnen und Juden wurden auch deshalb ermordet."   Mehr lesen 

 
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon (© UN)

22.1.2011: Rede von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Internationaler Holocaust-Gedenktag

"Dies ist nicht nur irgendein Buchstabe "B". Es ist eine Replik des "B", welches in der berüchtigten Inschrift über dem Tor von Auschwitz vorkam: ARBEIT MACHT FREI. Gefangenen in Auschwitz wurde befohlen dieses Schild anzufertigen, wurde mir erklärt. Und in Ihrer Wut, beschlossen sie, ein Zeichen zu setzen. Wenn Sie sich die Bilder des Tores genau anschauen, werden Sie sehen, dass das "B" auf dem Kopf steht. Was vielleicht lediglich als blosses Gestaltungsmittel wahrgenommen wird, ist in Wahrheit ein gewagter Akt des Trotzes."  Mehr lesen 

IAK-Ehrenpräsident Noach Flug

23. Juni 2010: IAK-Ehrenpräsident Noach Flug

"Ich war zwanzig Jahre alt und ich wog 32 Kilo."

"Die Erinnerung, meine Damen und Herren, ist wie das Wasser: Sie ist lebensnotwendig und sie sucht sich ihre eigenen Wege in neue Räume und zu anderen Menschen. Sie ist immer konkret: Sie hat Gesichter vor Augen, und Orte, Gerüche und Geräusche. Sie hat kein Verfallsdatum und sie ist nicht per Beschluß für bearbeitet oder für beendet zu erklären."  Mehr lesen ...

 
Gerhard Schröder bei seiner Rede im Deutschen Theater © Boris Buchholz

25.1.2005: Bundeskanzler Gerhard Schröder

"Einen tieferen Riss durch Tausende Jahre europäischer Kultur und Zivilisation hatte es nie zuvor gegeben"

"Aber die Auseinandersetzung mit Neonazis und Altnazis müssen wir alle miteinander politisch führen. Es ist gemeinsame Pflicht aller Demokraten, der widerlichen Hetze der Neonazis und den immer neuen Versuchen, die Nazi-Verbrechen zu verharmlosen, entschieden entgegenzutreten. Für die Feinde von Demokratie und Toleranz darf es keine Toleranz geben. [...] Wenn auch eines Tages die Namen der Opfer im Gedächtnis der Menschheit verblassen sollten – ihre Schicksale bleiben unvergessen; denn sie ruhen im Herzen der Geschichte."  Mehr lesen

Kurt Julius Goldstein © Boris Buchholz

25.1.2005: IAK-Ehrenpräsident Kurt Julius Goldstein

"Möge Auschwitz-Birkenau ein Zentrum werden für internationale Begegnungen"

"Mögen die künftigen Generationen aber auch daran denken, dass mit der Niederlage des dritten Reiches die Naziideologie nicht verschwunden ist, dass faschistische und neonazistische Bewegungen, Organisationen und Parteien sich anschicken, neues Unheil über die Menschheit zu bringen. [...] Für uns ist all dies unerträglich, wir leiden darunter."  Mehr lesen

 
Simone Veil, 2004 (© Deutscher Bundestag)

27. Januar 2004: Simone Veil, Präsidentin des Europäischen Parlaments

Mit Stolz auf den zurückgelegten Weg der Versöhnung zurückschauen

"Aber die Jugend von heute, offener gegenüber der ganzen Welt, solidarischer mit denen, deren Rechte missachtet werden, und um die Gräueltaten der Vergangenheit wissend, wird die Lehren aus Auschwitz ziehen, dessen bin ich mir sicher. Ich vertraue ihr. 
Heute wende ich mich mit folgenden Worten an Sie als junge Deutsche, als junge Europäer: Vergessen Sie nicht die Vergangenheit! Es ist nun an Ihnen, Europa zu gestalten, ein Europa der Bürgerfreiheiten, das für Frieden und die Achtung der Menschenwürde eintritt.
"  Mehr lesen ...