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Pressemitteilung des Internationalen Auschwitz Komitees

15.03.2018

„Wegen Auschwitz“: Überlebende laden den neuen deutschen Außenminister Heiko Maas nach Oswiecim ein

 
 
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Auschwitz-Überlebende in der ganzen Welt sind dankbar und beeindruckt von einer der ersten Standortbestimmungen des neuen deutschen Außenministers Heiko Maas, er sei "wegen Auschwitz" in die Politik gegangen. Sehr herzlich möchten Sie den Minister einladen, baldmöglichst mit ihnen und jungen Menschen die Gedenkstätte in Auschwitz und Birkenau zu besuchen und sich von der hervorragenden Arbeit der polnischen Direktion und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums zu überzeugen: Sie schaffen die Voraussetzungen, dass die Gedenkstätte in jedem Jahr von mittlerweile mehr als 2 Millionen Menschen aus aller Welt besucht wird. Ein großer Teil von ihnen sind junge Menschen, die auch die Internationale Jugendbegegnungsstätte besuchen, die mit Spenden aus Deutschland in der Nähe des ehemaligen Lagers erbaut wurde.

Zur Aussage des Ministers betonte während eines Aufenthaltes in Oswiecim/Auschwitz Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:

"Wenn ein deutscher Außenminister betont, dass die Erinnerungen und Erfahrungen, die sich mit Auschwitz verbinden, ein Leitmotiv seines Handelns sind, erwarten wir von ihm ein konsequentes und realistisches Eintreten gegen Antisemitismus, Rechtspopulismus und die Rückkehr nationalistisch extremer Überhöhungen in Europa.

Der Bezug auf Auschwitz ist in diesen Tagen kein bloßer Blick zurück, sondern ein Alarmsignal, wie weit sich mittlerweile Gruppierungen in europäischen Gesellschaften von den Erfahrungen aus Auschwitz hin zu neuem Hass und Abgrenzung entfernt haben. Eine der Auschwitz-Konsequenzen war für Auschwitz-Überlebende bei Bewahrung der eigenen Identität der Weg nach Europa. Als die Eckpfeiler dieses neuen Europas benannte die französisch-jüdische Auschwitz-Überlebende Simone Veil 2004 in ihrer berühmten Rede vor dem Deutschen Bundestag ‚Zivilcourage, Toleranz, die Achtung vor dem Anderen und die Weitergabe der Erinnerung’. In diesem Sinne erwarten sich die Auschwitz-Überlebenden in Heiko Maas einen starken Bündnispartner bei der Lösung heutiger Probleme."

 
 
 

Für Rückfragen / for further Information

Christoph Heubner

Exekutiv-Vizepräsident 

Internationales Auschwitz Komitee

Telefon: ++ 49 (030) 26 39 26 81