Brücken bauen - Nachlässe von Zeitzeug:innen als generationsübergreifende Erinnerung im europäischen Kontext
Nachlässe von NS-Opfern sind mehr als stille Zeugen der Vergangenheit: Sie sind Brücken zwischen Generationen, die Geschichten, Erfahrungen und Werte lebendig halten. Briefe, Tagebücher, Fotoalben, persönliche Datensammlungen und Erinnerungsstücke spiegeln nicht nur das Leid wider, sondern auch Widerstand, Mut und menschliche Entscheidungen in Extremsituationen.
Wenn Zeitzeug:innen ihre Nachlässe weitergeben, schaffen sie Anknüpfungspunkte für jüngere Generationen, die Geschichte greifbar und relevant zu gestalten. Doch Nachlässe sind kein statisches Archiv, sondern gelebte Erinnerung: Sie brauchen Vermittlung, Kontextualisierung und verantwortungsvollen Umgang, damit Deutung nicht zur Verklärung wird.
Die Zukunftswerkstatt „Brücken bauen – Nachlässe von Zeitzeug:innen als generationsübergreifende Erinnerung“ lädt mit deutschen und ungarischen Experten dazu ein, Formen der Dokumentation, Provenienz, Zugänglichkeit und ethische Fragen zu diskutieren. Welche Geschichten sollen bewahrt werden, wer hat Zugang, wie kann Archivarbeit Empathie, kritische Geschichtsbewertung und Verantwortung fördern und wie können Nachlässe grenzüberschreitend genutzt werden?
Im Rahmen eines begleitenden Workshops vermitteln wir den Teilnehmenden Grundlagen zum Einstieg in die Recherche und Quellenarbeit.
Donnerstag, 3. September 2026
Workshop 11:00 - 13:00 Uhr
Zukunftswerksatt 14:00 - 19:00 Uhr
Ort:
Reinhardtstraßenhöfe
Reinhardtstraße 14
10117 Berlin
Anmeldung:
bis zum 27.08.2026 unter
https://www.hrzte2030.de/veranstaltungen/nachlaesse/
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