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18.03.2023

Internationales Auschwitz Komitee entsetzt, dass die ÖVP Rechtsextreme salonfähig werden läßt

 
 
Landeshauptfrau und ÖVP-Landesparteichefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und der wegen eines antisemitischen Liederbuchs seiner Burschenschaft in die Kritik gerate rechtsradikale FPÖ-Vorsitzende Niederösterreichs, Udo Landbauer (FPÖ), verhandeln über Koalition. Bild: ORF.at

Landeshauptfrau und ÖVP-Landesparteichefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und der wegen eines antisemitischen Liederbuchs seiner Burschenschaft in die Kritik gerate rechtsradikale FPÖ-Vorsitzende Niederösterreichs, Udo Landbauer (FPÖ), verhandeln über Koalition. Bild: ORF.at

 

 

 

Nach der Landtagswahl entsteht in NIederösterreich, dem flächenmäßig größten Bundesland Österreichs, in diesen Stunden eine Koalition zwischen der ÖVP und einer FPÖ, in der führende Vertreter seit vielen Jahren rechtsextremem und antisemitischen Denken und Handeln verhaftet sind.

Nicht umsonst hat der Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde in Wien und Niederösterreich, Oskar Deutsch, die ÖVP dringend aufgefordert, von einer Koalition mit dieser FPÖ im Interesse der österreichischen Demokratie abzusehen. Hierzu beonte Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:

"Die Nachrichten zu der entstehenden Koalition zwischen ÖVP und FPÖ in Niederösterreich sind für Überlebende des Holocaust und ihre Angehörigen empörend und  grauenerregend. Der unverhohlene und agressive Antisemitismus, den viele in dieser FPÖ mit den deutschnationalen Burschenschaften Österreichs teilen ist ebenso skandalös, wie die Tatsache, dass die ÖVP mit dieser Koalition Rechtsextreme salonfähig werden läßt. Für Österreichs und Europas Glaubwürdigkeit ist diese Koalition ein bitteres Signal."