Um Eva Umlauf und auch ihre Arbeit als Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees sowie ihr neues Buch "Genauso fängt es an" besser kennenzulernen, hatte Herzog Franz von Bayern Dr. Eva Umlauf am 7. April zu einem Abendessen in seine Residenz im Schloß Nymphenburg in München eingeladen.
Herzog Franz, das derzeitige Oberhaupt des Hauses Wittelsbach, das Bayern von 1180 bis 1918 als Herzöge, Kurfürsten und Könige regierte, wurde 1933 in eine Familie hineingeboren, die dem Nazi-Regime und ihrer menschenverachtenden und antisemitischen Ideologie kritisch und ablehnend gegenüberstand und daraus auch keinen Hehl machte: 1944 wurde der elfjährige Franz mit seinen Eltern und seinen Geschwistern verhaftet und bis zum Kriegsende als Sondergefangene in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Flossenbürg und Dachau festgehalten. Sie überlebten die Lager von Krankheiten und von Hunger gezeichnet. Herzog Franz und Eva Umlauf sprachen beim Abendessen über die Geschichten ihrer Familien und all die Gefühle, die diese Erinnerungen und Erfahrungen bis heute in ihnen auslösen und beide in der Botschaft verbindet, dass ein solches Regime des Hasses, des Unrechts und der Gewalt weder auf deutschem Boden noch sonst irgendwo in Europa jemals wieder an die Macht kommen dürfe:
Herzog Franz dankte Eva Umlauf vor allem für ihre Begegnungen mit jungen Menschen, über die sie ihm bei ihrem Zusammentreffen ebenfalls berichtet hatte, und widmete ihr "mit allen guten Wünschen" ein Exemplar seiner Lebenserinnerungen "Zuschauer in der ersten Reihe", die im Verlag C.H. Beck erschienen sind.