Zum Antrag von AfD und CDU Abgeordneten des Gemeinderates im sächsichen Heidenau, zukünftig keine Stolpersteine mehr verlegen zu wollen, sondern das Gedenken an die jüdischen Opfer aus Heidenau auf den Nordfriedhof der Stadt zu entsorgen, betonte während der 18. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees in Auschwitz Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:
"Dies ist ein durchsichtiger und schäbiger Versuch, Heidenauer Opfer der Nazis erneut aus der Stadt hinauszuwerfen und sie dahin zu entsorgen, wohin das Gedenken nach Meinung der AfD schon längst gehört: Auf den Friedhof.
Dass CDU Abgeordnete der AfD zu solchen Schäbigkeiten die Hand reichen, ist ein Skandal. Für Überlebende der Nazi Konzentrations- und Vernichtungslager ist dies ein weiterer Versuch, die Erinnerungskultur in Deutschland zu bedrängen: Stolpersteine sind eine tägliche Nachricht, sie provozieren und erinnern an das, was in Deutschland nie mehr geschehen darf. Dass die AfD sie verschwinden lassen will, ist nicht verwunderlich.
Dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in allen Städten Deutschlands dies verhindert - das ist die Bitte und die Hoffnung der Überlebenden und ihrer Nachkommen."