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Pressemitteilung des Internationalen Auschwitz Komitees

24.09.2026

„Ein schäbiger Angriff auf die Erinnerung“ – Auschwitz-Komitee verurteilt Stolperstein-Antrag von AfD und CDU in Heidenau

 
 
Drei Stolpersteine im dunklen Straßenpflaster erinnern an Alice David, Hedwig Eppstein und Paul Maximilian Eppstein. Auf den Steinen liegen rote Rosen. Alice David wurde 1942 durch Verfolgung und Entrechtung in den Tod getrieben. Hedwig Eppstein wurde nach Theresienstadt deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet. Paul Maximilian Eppstein wurde nach Theresienstadt deportiert und dort 1944 ermordet. Foto: KGS für IAK Berlin.

Stolpersteine mit roten Rosen erinnern an jüdische Bürgerinnen und Bürger, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden. Foto: KGS für IAK Berlin.

 

 

 

Zum Antrag von AfD und CDU Abgeordneten des Gemeinderates im sächsichen Heidenau, zukünftig keine Stolpersteine mehr verlegen zu wollen, sondern das Gedenken an die jüdischen Opfer aus Heidenau auf den Nordfriedhof der Stadt zu entsorgen, betonte während der 18. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees in Auschwitz Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:

"Dies ist ein durchsichtiger und schäbiger Versuch, Heidenauer Opfer der Nazis erneut aus der Stadt hinauszuwerfen und sie dahin zu entsorgen, wohin das Gedenken nach Meinung der AfD schon längst gehört: Auf den Friedhof.

Dass CDU Abgeordnete der AfD zu solchen Schäbigkeiten die Hand reichen, ist ein Skandal. Für Überlebende der Nazi Konzentrations- und Vernichtungslager ist dies ein weiterer Versuch, die Erinnerungskultur in Deutschland zu bedrängen: Stolpersteine sind eine tägliche Nachricht, sie provozieren und erinnern an das, was in Deutschland nie mehr geschehen darf. Dass die AfD sie verschwinden lassen will, ist nicht verwunderlich.

Dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in allen Städten Deutschlands dies verhindert - das ist die Bitte und die Hoffnung der Überlebenden und ihrer Nachkommen."

 
 
 

Für Rückfragen / for further Information

Christoph Heubner

Exekutiv-Vizepräsident 

Internationales Auschwitz Komitee

Telefon: ++ 49 (030) 26 39 26 81