Zum heutigen Parteitag der AfD in Erfurt und den stattfindenden Gegendemonstrationen betonte in München die Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees, Dr. Eva Umlauf:
"Wir grüßen an diesem 4. Juli die Demonstrantinnen und Demonstranten in Erfurt: Bitte machen Sie ihre Demonstrationen zu einem Fest der Vielfalt, der Lebensfreude und der Demokratie, das der Politik der AfD, ihrer Aggressivität und ihren Ausgrenzungsphantasien diametral entgegensteht. Und bitte setzen Sie nicht auf Gewalt:
Jede Gewalt entwertet die Kraft Ihres Auftretens und Ihrer Argumente. Aber auch an die Delegierten der AfD möchte ich mich wenden: Schon die Wahl des Datums ihres Parteitages in Anlehnung an den 2. Reichsparteitag der NSDAP zeigt uns als Opfern des Nationalsozialismus, wie schamlos sie sich in die Geschichte hineinsetzen und was wir von ihnen zu erwarten haben."
Und in Berlin fügte Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Komitees hinzu:
"Wird es auf dem heutigen Parteitag der AfD Delegierte geben, die sich der weiteren Rechtsentwickung der jetzt schon vielfach als gesichert rechtsextrem charakterisierten Partei verweigern und entgegenstellen? Werden die Wählerinnen und Wähler nicht nur in Sachsen-Anhalt nach diesem Parteitag verstehen, auf welche Reise diese Partei Deutschland mitnehmen will?"