
Symbolbild zur geplanten Auktion des Auktionshauses Felzmann in Neuss, bei der am 17. 11. in Neuss Korrespondenzen von Häftlingen aus deutschen Konzentrationslagern, Täterdokumente, sowie Schriftstücke und Dokumente persönlichster Natur aus der Verfolgungs- und Demütigungsgeschichte Einzelner unter den Hammer gebracht werden sollen. Bild: Gemini/KGS für IAK Berlin.
Am 17.11. will das Auktionshaus Felzmann in Neuss eine Auktion durchführen, die unter dem Titel "Das System des Terrors" Vol II 1933-1945 beworben wird.
Im Angebot befinden sich Briefe, die Häftlinge aus deutschen Konzentrationslagern an ihre Lieben zu Hause geschrieben haben, Karteikarten der Gestapo und andere Täterdokumente sowie Dokumente persönlichster Natur aus der Verfolgungs-und Demütigungsgeschichte einzelner Menschen. In vielen Dokumenten sind die Namen der betroffenen Personen kenntlich.
Hierzu betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:
"Für Verfolgte der Nazis und Überlebende des Holocaust ist diese Versteigerung ein zynisches und schamloses Unterfangen, das sie empört und fassungslos zurückläßt. Ihre Geschichte und das Leid aller Menschen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden, wird aus kommerziellem Interesse mißbraucht. Dokumente der Verfolgung und des Holocaust gehören den Familien der Verfolgten. Sie sollten in Museen oder in Ausstellungen von Gedenkstätten ausgestellt und nicht zu Handelsobjekten degradiert werden. Wir fordern die Verantwortlichen des Auktionshauses Felzmann auf, menschlichen Anstand zu bewahren und die Auktion abzusagen."