
Dr. Eva Umlauf, Holocaust-Überlebende Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees appeliert an die Mitglieder der entsprechenden Wirtschaftsverbände, ihre eigene Haltung deutlich zu machen: Helfen Sie dabei, die Demokratie zu schützen und zu gestalten. Foto: Eva Oertwig/SCHROEWIG News & Images für IAK Berlin
Nach dem Verband der Familienunternehmer hat nun auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft die Brandmauer zur AfD in Frage gestellt und will als zweiter wichtiger Wirtschaftsverband die Beziehungen zwischen Wirtschaft und AfD überdenken. Hierzu betonte in München Dr. Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees:
"Uns als Überlebenden will es nicht in den Kopf, wie ausgerechnet in Deutschland Menschen erneut jener Ideologie politische Macht und Einfluß zugestehen, die Deutschland und Europa schon einmal in den Abgrund gestürzt hat. Dass jetzt auch Repräsentanten wichtiger deutscher Wirtschaftsverbände den Weg zur AfD freimachen wollen und Vertreter der AfD an den Tisch bitten ist ein völlig falsches Signal und zeugt von fehlender Erinnerung und fehlender Haltung. Wir als Überlebende des Holocaust appellieren an alle Mitglieder der entsprechenden Wirtschaftsverbände jetzt ihre eigene Haltung deutlich werden zu lassen:
Helfen Sie dabei, die Demokratie zu schützen und zu gestalten."