
Instagram-Kampagne der VVN/BdA. Bild: https://www.instagram.com/p/Dcu-XW_lllZ/
Erneut versucht das Berliner Finanzamt die Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA) mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit zu bedrohen nachdem rechte Presseorgane über Wochen hinweg die VVN/BdA angesichts ihres Engagements für ein Verbot der rechtsextremen AfD an den Pranger gestellt und diffamiert haben.
Auch die Attacken der AfD selbst, NGO´s immer wieder ob ihrer pädagogischen und politischen Aktivitäten als Staatsfeinde zu diskreditieren und die Finanzbehörden zum Entzug der Gemeinnützigkeit von NGO´s anzutreiben, werden jetzt vom Finanzamt Berlin aufgenommen. Im Fall der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA) wird vom Berliner Finanzamt das Engagement der VVN/BdA für ein Verbot der AfD als Begründung herangezogen. Hierzu betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:
"Überlebende des Holocaust in vielen europäischen Ländern verfolgen die Wahlerfolge der AfD in Deutschland mit zunehmendem Entsetzen. Dass nun im Zuge der AfD- Wahlerfolge Finanzbehörden die rechtsextreme Hetze dieser Partei aufnehmen und ausgerechnet gegen die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten aktiv werden ist für Überlebende der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager absolut schändlich und inakzeptabel:
Die VVN wurde 1947 von jüdischen und nicht-jüdischen Überlebenden der Konzentrationslager gegründet. Diese Überlebenden haben durch ihre Aktivitäten als Zeitzeugen Generationen junger Menschen in Deutschland politisiert und zum Engagement für die Demokratie ermutigt. Dass ausgerechnet diese Organisation jetzt in ihrer Existenz bedroht wird und Rechtsextreme in Deutschland triumphieren mutet nur noch bizarr und makaber an. Wer immer diese Aktion gegen die VVN/BdA auf den Weg gebracht hat - es wäre im Interesse der Demokratie mehr als sinnvoll, sie umgehend einzustellen."