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24.04.2016

Völkermord an den Armeniern: Türkei missachtet historische Wahrheit

 
 
Völkermord an Armeniern: Posieren mit den Toten (Quelle: Wikipedia)

Völkermord an Armeniern: Posieren mit den Toten (Quelle: Wikipedia)

 

 

 

Anlässlich des heutigen weltweit begangenen Gedenktages zum Völkermord an den Armeniern betonen die Überlebenden der Nazi-Verbrechen im Internationalen Auschwitz Komitee ihre Solidarität und ihr Mitgefühl mit dem armenischen Volk. Dass dieser vom damaligen türkischen Staat begangene Völkermord bis zum heutigen Tag von der Türkei imperial verdrängt und in seiner historischen Wahrheit missachtet wird, verstört die Auschwitz-Überlebenden zutiefst. Sie verstehen gerade angesichts dieser Tatsache die Bitterkeit der Menschen in Armenien.

In diesem Zusammenhang fügte Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, in Berlin hinzu:

"Gerade weil uns bewusst ist, wieviele Menschen auf der Flucht vor den deutschen Nazis Schutz und Aufnahme in der Türkei gefunden haben, ist die Flucht der Türkei aus der Wahrheit und aus der Verantwortung angesichts des begangenen Völkermordes an den Armeniern immer schwerer zu verstehen. Dass europäische Institutionen in Brüssel und auch Deutschland sich immer noch der offen auszusprechenden Wahrheit zu diesem historischen Kapitel entziehen und sich so der türkischen Deutungshoheit unterwerfen, ist würdelos. In Brüssel und in Berlin wird das Wort ‚Völkermord‘ in diesem Zusammenhang immer wieder heruntergeschluckt: Erinnerung ist nicht teilbar: Wer vom deutschen Völkermord an den Juden spricht und die juristische Aufarbeitung des Völkermordes in Srebrenica befürwortet, darf vom Völkermord an den Armeniern nicht schweigen."